ΦSpekulatives Denkenphilosophisches Archiv
20 · 08 · 2026

Das Absolute ist sich selbst ein Geheimnis

Das Absolute ist sich nicht deshalb ein Geheimnis, weil seine Vermögen zur Selbsterkenntnis prinzipiell begrenzt wären. Es ist für sich ein Geheimnis, weil sein »An-sich« kein irgendwie vollendetes Etwas ist, das darauf wartete, erkannt zu werden, sondern eine Plastizität der Istheit, die jeder ihrer Bestimmungen immanent bleibt und in keiner ihrer Gestalten aufhört, tätige Potenz zu anderen Selbstgestaltungen zu sein. Das Absolute ist daher ein »Nicht-Etwas«: Es ist kein Seiendes unter Seienden, auch nicht das höchste Seiende; aber es ist ebenso wenig nihil absolutum. Es ist die immanente Macht, sich zu bestimmen und selbst zu gestalten sowie jede seiner bereits hervorgebrachten Gestalten selbst zu überschreiten.

Entdecke mehr von Spekulativna misao

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen